Wir trauern um Prof. Feldenkirchen

Prof. Dr. Wilfried Feldenkirchen ist am Montag, 21. Juni, in der Nähe von Hinterzarten tödlich verunglückt. Der Unfall ereignete bei einer Probefahrt mit einem Oldtimer, dessen Nachbau Professor Feldenkirchen als Projektleiter betreut hatte. Vier Studierende, die mit ihm im Wagen saßen, wurden teils schwer verletzt. Prof. Feldenkirchen, Jahrgang 1947, war seit 1990 Inhaber des Lehrstuhls für Wirtschafts-, Sozial- und Unternehmensgeschichte am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.

Der Verlust unseres ehemaligen Aufsichtsrats macht uns persönlich betroffen. Wir möchten insbesondere seiner Frau und der gesamten Familie, unser aufrichtiges Beileid aussprechen.

Wilfried Feldenkirchen studierte Geschichte, Anglistik und Volkswirtschaftslehre in Bonn. 1974 folgte die Promotion und 1980 die Habilitation. Von 1985 an lehrte und forschte Feldenkirchen als Professor an der Universität Bonn, von 1989 bis 1990 an der Universität Saarbrücken. 1990 nahm er den Ruf auf den Lehrstuhl für Wirtschafts-, Sozial- und Unternehmensgeschichte der Universität Erlangen-Nürnberg an. Wilfried Feldenkirchen wurde für seine Arbeit unter anderem mit dem Maier-Leibnitz-Preis (1982) und mit dem Newcomen-Preis (1987) ausgezeichnet. Zu seinen Forschungs-schwerpunkten zählten unter anderem die Wirtschaftsgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts, insbesondere vergleichende Unternehmensgeschichte sowie die Banken- und Sparkassengeschichte. Ein besonderer Forschungs-schwerpunkt war die Geschichte großer Unternehmen wie Siemens, Daimler, GfK und Henkel.

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